Sie ist in aller Munde und zählt zu den bedeutenden Herausforderungen der modernen Arbeitswelt: die Work-Life-Balance. Wie jedoch eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben tatsächlich umgesetzt werden kann, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass es kein allgemein gültiges Konzept zur richtigen Work-Life-Balance gibt bzw. geben kann. Denn jeder Mensch, abhängig seiner aktuellen Situation, gewichtet die verschiedenen Lebensbereiche wie Gesundheit, Partnerschaft und Familie, soziale Beziehungen und eben auch die Arbeit individuell anhand persönlicher Präferenzen.

In den letzten Jahren haben sich die Ansprüche von Arbeitnehmern hinsichtlich Lebensqualität, Familienfreundlichkeit und Freizeitgestaltung stark gewandelt. Während früher oft ein gutes Gehalt ausreichte um Talente für die Firma zu begeistern, stehen Statussymbole heute nicht mehr an erster Stelle. Dies verdeutlichen einmal mehr aktuelle Studien wie bspw. der „Kompass Neue Arbeitswelt 2015“ des Karrierenetzwerks Xing. Demnach sind insbesondere Angestellte mit akademischem Abschluss weniger auf die Optimierung ihres Gehalts fokussiert. Für diese Gruppe sind bspw. autonomes Arbeiten, Arbeitsatmosphäre und Flexibilität wichtiger. Doch insbesondere beim letztgenannten Punkt gibt es in deutschen Unternehmen durchaus Verbesserungspotenzial. So gab die Mehrheit der Studienteilnehmer an, die Arbeitszeit nicht frei gestalten zu dürfen, auch wenn die Wochenarbeitszeit erfüllt wird. Nahezu jedem Vierten wird seitens des Arbeitgebers zudem nicht die Freiheit eingeräumt, flexibel auf private Umstände regieren zu können. Flexibilität ist für einen immer größer werdenden Teil der Arbeitnehmer allerdings wichtiger Bestandteil einer gesunden Work-Life-Balance. Eine Möglichkeit diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen ist etwa die Einführung flexibler Arbeitszeit- und auch Anwesenheitsmodelle. Das klassische “9 to 5”-Modell gilt inzwischen bei vielen Arbeitnehmern als eher unattraktiv. Mithilfe alternativer Angebote kann ein Unternehmen einerseits die eigene Attraktivität für potenzielle Bewerber steigern. Andererseits wirkt sich eine derartige Flexibilität auch langfristig positiv auf die Zufriedenheit, Loyalität sowie die Motivation und Leistungsbereitschaft bestehender Mitarbeiter aus.

Bei der Star Finanz ist Flexibilität bzw. Work-Life-Balance nicht nur ein Schlagwort. So setzt das Hamburger Unternehmen bspw. auf Vertrauensarbeitszeit. Zwar gibt es eine feste Anzahl an Stunden pro Woche, die jeder Mitarbeiter leisten muss. Allerdings gibt niemand vor, wann der Arbeitstag beginnt oder endet. Dies lässt sich relativ flexibel regeln – natürlich in enger Abstimmung mit den Kollegen, denn ein Großteil der Projekte wird im Team umgesetzt. Vereinzelt gibt es in bestimmtem Rahmen und abhängig von der Tätigkeit auch die Möglichkeit für Home Office. Dies ist bspw. dann praktisch, wenn man mit den Kindern spontan zum Arzt muss oder diese krankheitsbedingt im Bett liegen bleiben müssen. In solchen Fällen ist zwar entsprechende Betreuung notwendig. Daneben lässt sich jedoch auch ein großer Teil der Arbeit erledigen.

Flexibilität und Produktivität schließen sich also keinesfalls aus – im Gegenteil. Die Möglichkeit, im Job schnell und unkompliziert auf private Umstände reagieren zu können dürfte bei Arbeitnehmer auf Dauer zu deutlich mehr Zufriedenheit führen, was nicht sich nicht zuletzt auch wieder positiv auf die individuelle Work-Life-Balance auswirkt.

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Über den Autor

Dana ist Leiterin Personal bei der Star Finanz. Wenn sie sich nicht gerade um Themen wie Personalmarketing, Recruiting, Personalentwicklung, Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen oder Events kümmert, ist Dana sportlich (Triathlon) unterwegs oder auf Reisen – gern auch in Kombination.

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