Der Online-Payment-Markt ist ständig in Bewegung, wie eine Studie des EHI Retail Instituts beweist. 77 Onlinehändler, sowohl Pure Player, Handelsunternehmen, die exklusiv Internethandel betreiben, als auch Omnichannler, haben sich an dieser Studie beteiligt.

Die beliebtesten Bezahlmethoden

Onlinehändler können bei der Wahl ihrer angebotenen shop-spezifischen Payment-Mix Zahlungsmittel selbst entscheiden, was sie dem Kunden bieten möchten. Doch die Auserwählten sind nicht immer gleichzusetzen mit den beliebtesten Zahlmethoden des Kunden. Online-Shopper schätzen nämlich besonders Schnelligkeit und Bequemlichkeit beim Bezahlen. Außerdem gehen Einkäufer gerne auf Nummer sicher und möchten ihre Ware erst dann bezahlen, wenn sie diese in der Hand gehabt und für gut befunden haben. Deswegen steigt auch die Beliebtheit der Omnichannler leicht an, die es dem Kunden ermöglichen, im Laden die Ware zu begutachten. Der Kauf auf Rechnung ist aus dem selben Grund die umsatzstärkste Zahlungsart im E-Commerce, wie die Studie herausfand. Der Kunde zahlt hier erst nach dem Erhalt der Ware. Ganze 28 Prozent macht diese Bezahlmethode am Gesamtmarkt aus.

An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala findet sich das Lastschriftverfahren mit einem Anteil von 21,8 Prozent, gefolgt von Paypal mit 20,2 Prozent. Verlierer des Payment-Mixes ist mit nur 10,8 Prozent die Kreditkarte. Ganze 54 Prozent der Befragten glauben, dass Paypal sich als dominante Zahlungsweise durchsetzen und den höchsten Einfluss auf das Thema Online-Payment und die Weiterentwicklungen in diesem Bereich haben wird.

Sicherheit – um jeden Preis?

Händler, wie auch Kunden setzen bei der Wahl der Zahlungsmethode laut Studie gleichermaßen auf Schnelligkeit und Sicherheit. Künftig soll nach Vorstellung der Finanzbehörden, die Sicherheit von elektronischen Zahlungen im Onlinehandel durch eine sogenannte „starke Authentifizierung“ erhöht werden. Tatsächlich erfüllen bislang nur wenige Online-Bezahlverfahren diese Anforderung. Händler befürchten jedoch, dass durch die Einführung einer langwierigen Authentifizierung der Kunde am Ende des Bestellprozesses seinen Vorgang abbrechen könnte, da es zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein Express-Checkout würde beispielweise mit dieser Methode stark erschwert werden.

Payment-Steuerung

Viele Händler zahlen für bestimmte Paymentverfahren mehr als für andere. Laut Studie werden deswegen einige Händler für Bezahlmethoden mittels Finanzierung, Nachnahme, Kauf auf Rechnung, Kreditkarte und PayPal Preisaufschläge berechnen. Bei Zahlung per Vorkasse oder Online-Überweisungsverfahren hingegen wird dem Kunden ein Rabatt gewährt, wie beispielsweise bei giropay. Hier berechnet z.B. die Lufthansa keine zusätzlichen Gebühren bei der Bezahlung – bei Kreditkarten- oder PayPal-Zahlungen wird hingegen ein Aufschlag erhoben.

Fazit
Das Angebot eines Payment-Mixes richtet sich nach dem Nutzungsverhalten der Käufer. Händler versuchen zunehmend mithilfe von Rabatten oder Gebühren den Kunden auf die für ihn bestmögliche Zahlungsmethode aufmerksam zu machen. Dabei ist es dem Kunden hauptsächlich wichtig, dass er sicher und schnell seinen Bestellvorgang beenden kann. Wenn er außerdem die Möglichkeit hat die Ware vorher zu prüfen, bevorzugt er diesen Weg.

 

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Über den Autor

Marco ist Prokurist sowie Leiter Unternehmenskommunikation und Vertrieb bei der Star Finanz. Er interessiert sich für alle Themen und Lösungen rund um Online- und Mobile-Banking – sowohl auf Privat- als auch Firmenkundenseite. Marco ist seit über 15 Jahren beim Hamburger Softwareunternehmen tätig und teilt seinen reichen Erfahrungsschatz gern mit anderen. Außerhalb des Büros feiert und leidet er leidenschaftlich mit dem HSV.

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