Stellen Sie sich vor, Sie erwachen eines Morgens aus unruhigen Träumen und stellen fest, sich in einen Maschinenmenschen verwandelt zu haben, einen Cyborg. Klingt erstmal ungeheuerlich, ist aber im weitesten Sinn schon seit Jahren Realität. Letztlich ist ein Cyborg eine Verbindung aus Technik und Biologie: Menschen mit Herzschrittmachern oder künstlichen Gliedmaßen könnten daher schon als Cyborgs definiert werden. Im Rahmen der digitalen Transformation nehmen diese Möglichkeiten jedoch völlig unvorstellbare Ausmaße an.

Ein Visionär in diesem Bereich ist beispielsweise das Hamburger Unternehmen Digiwell-Upgrading Humans (https://digiwell.com). Sie sind der führende Anbieter von Biohacking und Human-Augmentation-Artikeln in Europa und bieten unter anderem NFC-Implantate an. Die reiskorngroßen Chips lassen sich zwischen Daumen und Zeigefinger implantieren und funktionieren schon heute als Ersatz für Schlüssel, Ausweise oder als Passwortersatz. Pioniere der Branche sehen in diesen Chips aber auch die Zukunft des Payments. Da immer mehr Bereiche mit kontaktloser Kommunikationstechnik ausgestattet werden, sind die Chips nahezu für alle Lebensbereichen geeignet.

Kontaktloses Bezahlen mit NFC-Technologie

NFC steht für „Near Field Communication“ und ist alles andere als neu. Denn schon seit rund zehn Jahren gibt es diverse Kundenkarten, wie etwa das PAYBACK-Bonusprogramm, welche auf Basis der Nahfeldkommunikation Kundeninformationen sammelt. Seit geraumer Zeit gibt es diese Funktion auch für Giro- und Masterkarten. Die kontaktlose Bezahlmethode funktioniert mittels einer unsichtbaren NFC-Funkantenne, die es auf sehr kurze Distanz erlaubt, Daten mit einem Lesegerät auszutauschen. Um einen Bezahlung zu tätigen, genügt es also, die Karte rund vier Zentimeter über das Lesegerät zu halten. So muss die Girokarte nicht mehr in das Lesegerät geschoben werden und Beträge bis 25 Euro lassen sich sogar ohne PIN-Eingabe bezahlen. Kontaktloses Payment funktioniert in Deutschland schon in den meisten Handelsketten. Allerdings haben noch nicht alle Kreditinstitute ihre Kunden mit neuen, NFC-fähigen Karten ausgestattet.

Medium Mensch

Die Zukunft sieht jedoch noch fortschrittlicher aus: denn die logische Konsequenz ist es, diese winzig kleinen Chips nicht mehr am, sondern im Körper zu tragen. Mit ihnen sollen externe Medien entbehrlich werden und Diebstähle praktisch unmöglich. Dank der Chips unter der Haut schwingt der digital transformierte Mensch der Zukunft nur noch die Hand über das Lesegerät um zu zahlen, sich auszuweisen oder Türen zu öffnen. Momentan sind die Verbreitung, die Kompatibilität und der geringe Speicherplatz der Chips und Lesegeräte noch ein Manko. Es existiert also noch kein Chip, der in allen Bereichen eingesetzt werden kann. Trotzdem befindet sich die Gesellschaft schon jetzt in einer sukzessiven Metamorphose zu digitalen Cyborgs.

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Über den Autor

Marco ist Prokurist sowie Leiter Unternehmenskommunikation und Vertrieb bei der Star Finanz. Er interessiert sich für alle Themen und Lösungen rund um Online- und Mobile-Banking – sowohl auf Privat- als auch Firmenkundenseite. Marco ist seit über 15 Jahren beim Hamburger Softwareunternehmen tätig und teilt seinen reichen Erfahrungsschatz gern mit anderen. Außerhalb des Büros feiert und leidet er leidenschaftlich mit dem HSV.

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