Im Jahr 2015 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Initiative „Digitales Afrika“ ins Leben gerufen und seitdem über 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um einzelne Projekte zu fördern. Beispiele hierfür sind der ausbau des Zugangs zu Internet- und Telefonnetzen, die Förderung von Tech-Entrepreneuren oder auch die Digitalisierung im Finanzsektor. Ziele der Initiative sind u.a. eine bessere Bildung mittels digitaler Innovationen und die Bekämpfung von Korruption durch Zugang zu transparenten, digitalen Verwaltungssystemen. Auch die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V. fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1992 die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern, mit Fokus auf den Finanzsektor. So auch im Rahmen eines Projekts in Ostafrika, das im Oktober 2019 gestartet ist und bei dem mit Bernd Kurmeyer auch ein Mitarbeiter der Star Finanz involviert ist.

Neues kulturelles Umfeld kennenlernen

Das Team der Sparkassenstiftung in Ostafrika besteht aus 85 MitarbeiterInnen, darunter 18 internationale ExpertInnen aus Europa. Standort des Ostafrika-Regionalbüros der Sparkassenstiftung, zu dem die Niederlassungen in Burundi, Kenia, Tansania und Uganda gehören, ist Kigali, die Hauptstadt von Ruanda.

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Anna Niedergesäss, Projektleiterin Team Afrika bei der Sparkassenstiftung

„Die Sparkassenstiftung engagiert sich seit über zehn Jahren in Ostafrika mit dem Ziel Institute des Finanzsektors dabei zu unterstützen, den Menschen einen dauerhaften Zugang zu Finanzdienstleistungen anzubieten, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in unseren Partnerländern nachhaltig zu fördern. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir die finanzielle Bildung von Schülern und Kleinstunternehmen sowie die duale Ausbildung für Mikrofinanzinstitute und die institutione Stärkung von Mikrofinanzinstituten. Auf diese Weise möchten wir vor Ort einen nachhaltigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen leisten“, beschreibt Anna Niedergesäss, Projektleiterin Team Afrika, die Arbeit der Sparkassenstiftung.

Ab Januar 2020 berät und unterstützt Bernd Kurmeyer die Mikrofinanzdachverbände vor Ort bei der Beschaffung bzw. dem Betrieb von Kernbanksystemen und der Bereitstellung technischer Voraussetzungen wie Data Hosting, Hardware oder Strom- und Internetanschlüssen. Für das Projekt wird er von seiner aktuellen Tätigkeit als Test Manager von der Star Finanz für rund zwei Jahre freigestellt.

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Bernd Krumeyer, Test Manager bei der Star Finanz

„Ich freue mich sehr über die Möglichkeit bei dem Projekt dabei zu sein. Afrika, insbesondere Ostafrika hat sich schon seit meiner Schulzeit durch verschiedene Berichte zu einem Sehnsuchtsort entwickelt. Bis auf einen Urlaub in Kenia und Tansania hat es sich bisher aus verschiedensten Gründen aber leider noch nicht ergeben, längerfristig nach Afrika zu gehen. Ich lerne fremde Orte gerne Schritt für Schritt kennen, idealerweise indem ich dort lebe und arbeite. Von daher war ich fasziniert davon, dass ich über die Sparkassenstiftung die Möglichkeit bekomme, genau das in meinem eigenen beruflichen Umfeld der IT im Finanzsektor umsetzen zu können. Zusätzlich ist es natürlich einfach ein tolles Gefühl, über einen Einsatz in der Entwicklungshilfe durch den eigenen Beruf anderen Menschen zu helfen“, berichtet Bernd.

Vielfältige Themengebiete

Nach einigen vorbereitenden Seminaren im Januar 2020 startet Bernd von Februar bis September 2020 in das Abenteuer Ostafrika. „Bei der Star Finanz unterstützen wir aktiv die persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter, da sie es sind, die unseren Unternehmenserfolg erst möglich machen. Aus diesem Grund freuen wir uns, wenn Kolleginnen und Kollegen für sich Möglichkeiten identifizieren, fachlich und persönlich zu wachsen. Hierfür geben wir ihnen gern die notwendige Unterstützung“, erklärt Dana Gielnik, Leiterin Personal bei der Star Finanz.

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Dana Gielnik, Leiterin Personal bei der Star Finanz

Schwerpunkt der Tätigkeit vor Ort ist die Weiterentwicklung der Digitalisierung in den Partnerschaftsprojekten der Sparkassenstiftung, wobei Bernd voraussichtlich in verschiedene Themengebiete eingebunden sein wird: Von Vertragsverhandlungen mit Anbietern von Data Hosting über die Betreuung der Digitalisierung zur Umsetzung der Meldevorschriften, die 2018 eingeführt wurden, bis hin zur Analyse der Angebote der großen Mobilfunkanbieter als Mitbewerber der Mikrofinanzinstitute. „Zu Beginn werde ich in Dar Es Salaam arbeiten, wo auch mehrere Partner der Sparkassenstiftung ihren Sitz haben. Ich gehe davon aus, dass ich aber zumindest zeitweise auch in den landwirtschaftlich geprägten Gebieten entlang der großen Seen eingesetzt sein werde, da dort das Hauptgeschäftsgebiet der Mikrofinanzinstitute liegt“, so Bernd.

Derweil laufen in Deutschland die Vorkehrungen für den zweijährigen Aufenthalt in Ostafrika auf Hochtouren. Unter anderem müssen Impfungen aufgefrischt und ein neuer Reisepass beantragt werden. Von seinem alten, kranken Kater muss sich Bernd leider temporär trennen. Allerdings kümmern sich Bekannte um den liebgewonnenen Wegbegleiter. „Manchmal sind es eben auch gerade die kleinen Dinge, für die man eine wirklich gute Lösung finden muss, um sich voll und ganz neuen Aufgaben widmen zu können“.

Wir werden hier im Star Finanz Blog regelmäßig über das Projekt und Bernds Erfahrungen berichten.

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Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

1 Kommentar

  1. Der Digitale Wandel ist ein zentraler “Game Changer” für Entwicklungsländer: Digitale Technologien verändern die Art, wie heutige Generationen leben, arbeiten und miteinander kommunizieren. Dabei bieten sie grundsätzlich die Chance, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten, zu beschleunigen und in ökologisch nachhaltigere Bahnen zu lenken. Gerade für Entwicklungsländer eröffnen sich hier große Möglichkeiten, Entwicklungshemmnisse zu überwinden und Rückstände durch Technologiesprünge (“leap-frogging”) schnell aufzuholen.

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