Die Digitalisierung unserer Gesellschaft verläuft in einem rasanten Tempo und führt zu weitreichenden Veränderungen in allen Lebensbereichen. Vor diesem Hintergrund ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen von entscheidender Bedeutung – für die Zukunft Erwachsener ebenso wie für Kinder. Die Hamburger Hacker School hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern im Alter zwischen elf und 18 Jahren die Digitalisierung und das Programmieren näher zu bringen.

Programmieren und Coden für Jungen und Mädchen

Ziel der Hacker School ist es, Jungen und Mädchen bereits im frühen Alter für Informationstechnik zu begeistern. In sogenannten Sessions können sie an Wochenenden programmieren lernen. In verschiedenen Kursen steuern und verändern sie eigenständig Dinge. Jeder Kurs behandelt ein bestimmtes Thema – von der Entwicklung eines eigenen Spiels oder einer Website bis hin zum Programmieren einer kleinen App oder dem Coden eines neuen Alexa-Skills.

Unterstützt werden die Kinder von erfahrenen Programmierern und Entwicklern, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist die Neugier und Freude daran, neue Dinge auszuprobieren. Vorwissen im Programmieren oder eine gute Note in Mathematik oder Physik sind nicht erforderlich. Auch das notwendige Equipment wird von der Hacker School gestellt. Auf der Internetseite können sich interessierte Kinder über aktuelle Kurse informieren und ein entsprechendes Ticket für die Teilnahme erwerben. Die Standard Tickets kosten in der Regel 30 Euro, ein Supporter Ticket gibt es für 50 Euro. Wer sich dies aus finanziellen Gründen nicht leisten kann, hat die Möglichkeit, den Ticketpreis selbst zu wählen.

Digitalisierung

Kostenlose Unterrichtsmaterialien zu Themen der Digitalisierung

Neben der Hacker School will auch das Hamburger Start-Up App Camps Kindern, insbesondere Mädchen und junge Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen, das Programmieren näherbringen. Entstanden ist die Idee 2013 über ein Feriencamp für Schülerinnen. Zwölf Mädchen programmierten dort vier Tage lang Apps und präsentierten die Ergebnisse ihren Eltern und anderen Besuchern. Nach dem Event gab es dann immer mehr Anfragen von Lehrkräften, Schulen, Vereinen, Eltern und Schülern. Um noch mehr Kinder zu erreichen entwickelten die Veranstalter des Camps ein Konzept, um die Offline-Inhalte in die digitale Welt zu überführen.

Es entstand die Idee einer Online-Plattform, die 2014 den Act for Impact Wettbewerb gewann und zur Gründung der gemeinnützigen Organisation App Camps führte. Inzwischen wurde eine Vielzahl an Unterrichtsmaterialien zu digitalen Themen wie Medienkompetenz, Datenbank und SQL oder Apps mit Javascript entwickelt. Der Zugang zur Plattform ist kostenlos. Lehrkräfte und andere Personen aus dem Bildungsbereich müssen sich einmalig registrieren und erhalten dann Zugang.

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Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

1 Kommentar

  1. Das Programmieren für Kinder ist heutzutage durch unterschiedliche Tools und Produkte einfach wie nie. Mein Sohn Felix und ich programmieren seit kurzem den Mindstorms von Lego (https://kinderprogrammieren.de/spielsachen/roboter/lego-mindstorms-ev3-31313-fuer-kinder-im-test/). Das ist ein echt schöner und umfangreicher Roboter, den wir erst zusammengebaut haben und nun mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Funktionen erweitern. Das macht Spaß und ist lehrreich. Felix kann gar nicht mehr aufhören und lernt so spielerisch die Programmierung.

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