Von lebensrettenden Tools über nützliche Trainingshelfer bis hin zu eleganten Spielereien reicht die Palette digitaler Gadgets. Sie sind angetreten, Sportler zu motivieren, aber auch zu kontrollieren und ein effektiveres Training zu ermöglichen.

Sich als Freizeitsportler, der mit dem inneren Schweinehund zu kämpfen hat, von einer Uhr sagen zu lassen, mal wieder mehr Sport zu machen? Oder von einer Trinkflasche, dass noch nicht genug Flüssigkeit aufgenommen wurde? Ach ja, genügend Kalorien wurden auch noch nicht verbraucht. Für den einen sind solche Erinnerungsfunktionen digitaler Gadgets Anstoß und Trainingsmotivation zugleich. Wer sich kontrolliert fühlt, verzichtet auf die Helfer. Oder zumindest auf die, die mahnen und drängen. Die Auswahl ist ja groß genug. Wir stellen einige aktuelle Produkte vor:

Bose Sport Earbuds

Was die Earbuds für Sportler besonders attraktiv macht, ist einerseits die lange Akkulaufzeit von fünf Stunden, und zum zweiten sorgt das patentierte StayHear™ Max-System dafür, dass die Ohreinsätze nicht herausfallen können und zudem wasserdicht sind.

Schneller, höher, weiter – Digitale Gadgets beim Sport 6

©Bose

Die Ohreinsätze werden in drei Größen geliefert und bestehen aus Silikon. Sie bilden einen luftdichten Abschluss des Gehörgangs. Das verbessert den Klang und reduziert die Umgebungsgeräusche auf ein Minimum. Sie verfügen außerdem über die Schutzklasse IPX4. Das bedeutet, dass die Elektronik im Inneren jedes Earbuds vor Spritzwasser geschützt ist, falls man beim Sport vom Regen überrascht wird.

Die Earbuds sind mit einem Touch Sensor ausgestattet. Ein Doppelklick auf den rechten Earbud startet wahlweise die Musik oder die Anrufannahme. Beim Telefonieren hilft das eingebaute Mikrofon, welches Umgebungsgeräusche unterdrückt. Die Bose Sport Earbuds sind mit der kostenlosen Bose Music App kompatibel, mit der man beispielsweise die Steuerung anpassen oder die Akkulaufzeit überprüfen kann.

Cowboy – komfortable Rundumversorgung auch beim Radfahren

Dieses E-Bike wendet sich an stilbewusste Radfahrer. Es sieht äußerst dynamisch aus. Die Batterie ist nahtlos und unauffällig in den Rahmen integriert und mit einem Handgriff herauslösbar. Das Carbon-Riemengetriebe spart Wartungsaufwand und die Beschäftigung mit ölverschmierten Fahrradketten hat ein Ende. Die Scheibenbremsen komplettieren den modernen Look. Das Licht ist im Rahmen integriert und lässt sich durch Antippen starten. Bremst der Fahrer beispielsweise vor dem Abbiegen, blinkt das Rücklicht und signalisiert dem Hintermann die Temporeduktion – ideal für den urbanen Radler.

Schneller, höher, weiter – Digitale Gadgets beim Sport 7

©Cowboy

Der Clou aber verbirgt sich in der Cowboy App. Mit ihr lassen sich sämtliche Funktionen des Fahrrads steuern. Die intelligenteste ist die automatische Entriegelung des Fahrrads, wenn der Fahrer sich nähert. Rad und App kommunizieren dabei über Bluetooth. Zudem informiert die App über den Akkustand, enthält eine Diebstahlsicherung und weist auf fällige Wartungsarbeiten hin.

Instinct Solar von Garmin – eine Sportuhr mit Solarzelle

Uhren, die eigentlich kleine Computer sind, können viel: Schritte zählen, den Puls messen, den Schlaf überwachen und vieles mehr. Aber sie haben einen gravierenden Nachteil: Sie müssen ziemlich oft ans Ladegerät. Könnte da nicht eine eingebaute Solarzelle helfen? Im Prinzip schon, nur ist der Energiehunger der Handgelenkscomputer größer als die Leistungsfähigkeit der kleinen Zellen.

Daher lässt es aufhorchen, wenn der Sportuhren-Spezialist Garmin nun eine computerisierte Uhr vorstellt, die wasserdicht ist, Daten verschiedener Sportarten erfassen, Benachrichtigungen vom verbundenen Handy anzeigen, Ortsdaten erfassen kann und noch so einiges mehr. Und die, das ist der Clou, unter günstigen Umständen auch völlig ohne Aufladen an der Steckdose auskommen soll. Aber funktioniert das wirklich?

Schneller, höher, weiter – Digitale Gadgets beim Sport 8

©Garnim

Wie Nutzertests zeigen verlängert die Solarzelle die Laufzeit des Akkus. Legt man die Uhr in die pralle Sonne, erhöht sich die Laufzeit des Akkus nach zwei Stunden Laden um einen Tag. Voll aufgeladen hält der Akku angeblich drei Wochen. Das aber hängt natürlich stark davon ab, wie intensiv man die Uhr nutzt. Vor allem der Ortungsdienst per GPS schluckt viel Energie. Im Test waren nach knapp zweistündigem Training ganze zehn Tage Laufzeit verbraucht.

Fazit: Die Solarzelle verlängert die Laufzeit des Akkus, sie nur mit Solarenergie zu betreiben, ist aber unrealistisch. Die Mehrkosten zur Instinct ohne Solarzelle (390 statt 290 Euro) sollte daher nur investieren, wem dieser Aspekt besonders wichtig ist.

ALIVE – digitaler Rettungsassistent

Ob beim Wandern, Segeln, Mountainbiken oder Freeriden – jedes Jahr geraten Tausende Outdoor-Sportler in Not, wissen nicht mehr weiter oder benötigen Hilfe nach einem Unfall. Das ALIVE SmartSafety Tool von ProteGear erkennt Notlagen und kann so Leben retten.

Schneller, höher, weiter – Digitale Gadgets beim Sport 9

©Alive

In Gegenden ohne Netzabdeckung dient das ALIVE als Satelliten-Hotspot für das Smartphone. Bei Bedarf kann das Sicherheitstool aber auch eigenständig die Rettung alarmieren und übermittelt dabei die exakte Position. Die Reaktionszeit der Einsatzkräfte kann sich somit um bis zu 90 Prozent reduzieren. Dafür nutzt das ALIVE sowohl das Mobilfunknetz als auch das Iridium-Satelliten-Netzwerk, und das weltweit.

Tocsen Sturzsensor – der Unfallmelder am Helm

Klar, ein Sturz kann beim Fahrradfahren jederzeit passieren. Doch was, wenn der Unfall schlimmer ist und niemand ist in der Nähe? Ein Gadget, dass vor allem für Mountainbiker interessant sein dürfte ist der Tocsen Sturzsensor des gleichnamigen Start-ups aus Freiburg.

Tocsen liefert ein System aus einer App und einem Sturzsensor, der auf jeden Hartschalenhelm passt. Hat man die App eingerichtet und seine Notfallkontakte eingegeben und den Sensor aufgeklebt, kann es losgehen. Registriert das System einen Sturz fragen Sensor und App den Sportler nach seinem Befinden.

Schneller, höher, weiter – Digitale Gadgets beim Sport 10

©Tocsen

Erfolgt keine Antwort, alarmiert die App private Notruf-Kontakte sowie Tocsen-Nutzer in der Nähe. Dabei liefert das System GPS-Daten mit. Alle Teile des Systems werden in Deutschland produziert. Der aufladbare Akku des Sturzsensors hält rund drei Monate. Fazit: Nicht nötig für urbane Radler aber eine echte Hilfe für den Outdoor-Biker in einsamer Gegend.

Die H2OPal Glasflasche mit Trink-Reminder

Jeder Sportler weiß, wie wichtig es ist, genügend zu trinken. Termindruck und Hetze führen jedoch oft dazu, dass man zu wenig trinkt. Auch vergessen manche Sportler es schlicht, nach dem Sport den Wasservorrat aufzufüllen. Hier schafft die smarte Glasflasche H2OPal Abhilfe.

Dank ihres im Boden integrierten Gewichtssensors erkennt die H2OPal die verbrauchte Trinkmenge und erinnert per Push-Nachricht auf das Smartphone daran, mehr oder auch weniger zu trinken. Die gesetzten Mengen, unter anderem auch die des Tagesziels, errechnet die Flasche anhand der Aktivität, der Wetterverhältnisse und dem eigenen Profil (Größe, Geschlecht, Gewicht, usw.).

Wer also seinem Durst nicht vertraut, setzt auf die H2OPal, die es in zwei verschiedenen Farben gibt. Die Flasche fasst ein Volumen von 550 Millilitern und ist im leeren Zustand 476 Gramm schwer.

Garmin vívoactive 4 – sportliche Smartwatch für einen aktiveren Lifestyle

Zwei Produkte von Garmin in einem Artikel: Das war so nicht beabsichtigt, aber die Garmin vívoactive 4 müssen wir schon noch vorstellen. Sie bietet alles, was der stilbewusste Sportler braucht: Über 40 Trainingspläne für die verschiedensten Sportarten von Yoga, über Laufen und Schwimmen bis hin zum Golfen stehen bereit. Animierte Übungen für Krafttraining, Cardio, Yoga und Pilates werden auf dem Display angezeigt. 20 Sport Apps sind auf der Garmin vívoactive installiert.

Wer möchte kann sich mittels des integrierten Kalenders mit Erinnerungsfunktion zum Training motivieren lassen. Der eingebaute Schrittzähler misst sogar die Schritte auf dem Weg zum Training. Außerdem überwacht die Uhr zahlreiche Gesundheitsfunktionen. Ein Muss ist selbstverständlich die Herzfrequenzmessung, aber darüber hinaus wird die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen und der Schlaf überwacht. Über die Garmin Connect App können alle Werte, egal ob Trainings- oder Gesundheitsdaten, bequem ausgewertet und auf Wunsch mit anderen geteilt werden.

Wer Musik beim Training braucht, greift mittels Bluetooth auf einen der über 500 Songs zu, die offline gehört werden können. Der Akku hält acht Tage, allerdings sollte man die GPS-Funktion nicht allzu deutlich strapazieren. Ein Bonbon ist das kontaktlose Bezahlen mittels Garmin Pay. Bei so vielen Funktionen kann man das Smartphone getrost zuhause lassen. Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass in Deutschland die Commerzbank als einzige namhafte Bank Garmin Pay unterstützt.

Quellen:

https://www.sueddeutsche.de/digital/neue-gadgets-technologie-2020-konsum-1.4287408

https://www.bose.de/de_de/products/headphones/earbuds/bose-sport-earbuds.html#v=sport_earbuds_triple_black

https://wiener-online.at/2020/04/23/ispo-2020-die-coolsten-gadgets/

https://www.gadget-rausch.de/sport/

https://www.gadget-rausch.de/h2opal-smarte-trinkflasche/

https://de.cowboy.com/

https://www.tocsen.com/de

https://www.amazon.de/Garmin-v-C3-ADvoactive-GPS-Fitness-Smartwatch-Trainingspl-C3-A4nen-Herzfrequenzmessung-dp-B07W2Z9MQ/dp/B07W2Z9MQP/ref=dp_ob_title_ce?th=1

Weitere Informationen zum Thema Digitalisierung gibt es hier

Über den Autor

Claudia ist CRM-Managerin und somit für die Gestaltung der Beziehung zwischen der Star Finanz und ihren Kunden zuständig. Daher interessiert sie sich für Datenqualität und Datenmanagement. Darüber hinaus verfolgt sie Trends in Digitalisierung, Banking und E-Commerce. Privat ist sie beim Joggen und Radfahren sportlich unterwegs.

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