Artenschutz, Energieeinsparung im Unternehmen und nachhaltige Landwirtschaft: Das Potenzial von künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung gegen den Klimawandel ist groß. Sie beschleunigt die Entwicklung neuer Technologien und ermöglicht die effiziente und energiesparende Gestaltung von Prozessen sowie das Treffen fundierter Entscheidungen auf Grundlage präziser Prognosen.

Effizienzsteigerungen und Ressourcenschonung

Energiebedingte Emissionen machen etwa 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus.[1] Die Zahl verdeutlicht, dass insbesondere in der Energiewirtschaft enorme ungenutzte Potenziale bestehen. KI kann beispielsweise dabei helfen, durch zielgenaue Wetterprognosen optimale Standorte für erneuerbare Energien zu finden, Windkraftwerke effizienter zu gestalten oder Probleme in Energienetzen bereits zu erkennen, bevor diese entstehen.

Die Landwirtschaft ist ein weiterer Bereich, in dem KI steigende Bedeutung erfährt bzw. bereits heute vermehrt zum Einsatz kommt. Hintergrund ist, dass die Viehhaltung und der Düngemittel-Einsatz zwei treibende Faktoren des CO2-Ausstoßes sind. Dank der „Precision Farming“-Technologie lässt sich für einzelne Pflanzen der ideale Nährstoff- und Düngemitteleinsatz berechnen. Mit Sensorik und Applikationstechniken werden Produktionsabläufe und Wachstumsbedingungen optimiert. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren lässt sich die Ressourcen- und Kosteneffizienz steigern und eine ökologische Entlastung erreichen. Weiterhin wird KI in der Agrar-Robotik, bei Wetterprognosen sowie in Frühwarnsystemen von Pflanzeninfektionen angewendet.

Nachhaltige Mobilität

Im Mobilitätssektor ist KI ebenfalls bereits heute präsent. Sie kann helfen, Verkehrssysteme intelligent miteinander zu vernetzen und sie dadurch flexibler, wirtschaftlicher und nachhaltiger zu machen. Mithilfe von KI-Systemen können sich Menschen künftig ressourcenschonender von einem Ort zum anderen bewegen, ohne dabei auf Flexibilität oder Geschwindigkeit verzichten zu müssen. Künstliche Intelligenz ermöglicht es etwa, eine Reise mit verschiedenen Mobilitätsformen wie Bus, Bahn und Ridesharing auf einer Plattform in nur einem Buchungsschritt zu planen. Das macht den öffentlichen Personenverkehr attraktiver und entlastet Verkehrssysteme sowie Umwelt. Auch der Güterverkehr lässt sich im intelligent vernetzten Verkehrsraum nachhaltig gestalten. Durch präzisere und besser koordinierte Lieferketten können Anbieter Kosten sparen, ihre Services verbessern und ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern.

Titelbild: ©Galeanu Mihai (istockphoto)

[1] https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energiebedingte-emissionen

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Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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