Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Was Reinhard May in den 70er Jahren besang, galt lange Zeit nicht für das Thema Internet. Vertraut erschien eher folgende Durchsage: „Bitte schalten sie alle elektronischen Geräte aus und ihre Smartphones in den Flugmodus“. Inzwischen jedoch bieten immer mehr Fluglinien ihren Passagieren die Möglichkeit, während des Fluges per WLAN die Facebook-Timeline zu checken, E-Mails zu schreiben oder Musik zu streamen.

Verbindung über geostationären Satelliten

Um ein entsprechendes Netz zur Verfügung zu stellen nutzen die meisten Fluglinien sogenannte geostationäre Satelliten, die wiederum ständig Signale mit unterschiedlichen Bodenstationen austauschen. Am Rumpf des Flugzeugs befindet sich eine Antenne, die eine Verbindung zum jeweils nächsten, verfügbaren Satelliten herstellt. Über die Antenne gelangen dann die Signale an Bord und werden zu einem Server weitergeleitet. Dieser wiederum verteilt die Signale an kabellose Zugangspunkte im Flugzeug. Die Funktionsweise ist vergleichbar mit einem WLAN-Router, so wie er auch im heimischen Wohnzimmer zum Einsatz kommt. Die mobilen Zugangspunkte verbinden die Smartphones, Laptops bzw. Tablets der Fluggäste dann schlussendlich mit dem Internet.

Verfügbarkeit

Wann und wie Passagiere Zugriff auf das Internet haben, ist von Fluglinie zu Fluglinie unterschiedlich und abhängig sowohl von der verwendeten Technik als auch deren Zulassung durch Luftfahrtbehörden. Bei einigen Systemen ist ein Zugriff beispielsweise bereits während der Startphase möglich, da die vorhandenen Funkwellen keinen negativen Einfluss auf die Bordelektronik haben. Bei anderen Systemen muss zunächst eine gewisse Flughöhe erreicht werden.

Airlines bieten Datenpakete

Wie gut und stabil die verfügbare Signalqualität ist, ist abhängig von äußeren Bedingungen. Ideal ist ein wolkenfreier Himmel. Kostenlos ist das Surfen im Flugzeug in der Regel nicht. Manche Airlines bieten zwar die Möglichkeit zur kostenfreien Nutzung. Dies beschränkt sich in der Regel jedoch auf einen kurzen Zeitraum von wenigen Minuten. Auf Mittel- und Langstreckenflügen ist das keine wirkliche Option. Alternativ ist die Buchung bestimmter Datenvolumenpakete möglich. Bei beispielsweise der Deutschen Lufthansa kostet die Nutzung des WLAN Hotspots auf Langstreckenflügen für eine Stunde aktuell neun Euro, bis zu 24 Stunden schlagen mit 17 Euro zu Buche.

Titelbild: Created by Skadyfernix – Freepik.com (https://www.freepik.com/free-photos-vectors/travel)

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Über den Autor

Marco ist Prokurist sowie Leiter Unternehmenskommunikation und Vertrieb bei der Star Finanz. Er interessiert sich für alle Themen und Lösungen rund um Online- und Mobile-Banking – sowohl auf Privat- als auch Firmenkundenseite. Marco ist seit über 15 Jahren beim Hamburger Softwareunternehmen tätig und teilt seinen reichen Erfahrungsschatz gern mit anderen. Außerhalb des Büros feiert und leidet er leidenschaftlich mit dem HSV.

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