Onboarding ist der Fachbegriff für das geplante, systematische Einarbeiten neuer Mitarbeiter. Dabei wird der neue Beschäftigte mit den wesentlichen Informationen versorgt, lernt Kollegen und Abläufe kennen. Das Ziel ist, den Onboardee willkommen zu heißen und in die Belegschaft aufzunehmen. Der direkte Vorgesetzte sollte sich Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen. Dadurch wird dem Neuling Wertschätzung vermittelt und es entsteht Vertrauen. Ein Mitglied der Crew sollte den neuen Mitarbeiter bei einem Rundgang durch das Haus vorstellen. Der Arbeitgeber sollte unbedingt sicherstellen, dass der Arbeitsplatz für den Neuling eingerichtet ist, die technischen Geräte funktionsfähig und die Passwörter verfügbar sind.

Hilfreich ist, wenn der Onboardee Visitenkarten erhält. Dies hat eine symbolische Wirkung. Der Neuling sollte zudem erfahren, wer die Ansprechpartner für fachliche und organisatorische Fragen sind. Über wichtige Termine oder Projekte der nächsten Tage sollte der Onboardee informiert werden. Dazu zählen auch Events wie Betriebsfeier oder Betriebsausflug.

Am ersten Tag bei einem neuen Arbeitgeber ist der Beschäftigte erwartungsvoll, manchmal auch angespannt. Dies ist verständlich, weil sich für den Onboardee mehr ändert als für die bisherige Belegschaft. Wenn die Einarbeitung nicht gründlich vorbereitet ist, wird dem Neuling die Eingewöhnung erschwert. Im ungünstigsten Fall wird er nicht richtig im Unternehmen ankommen. Möglicherweise wird er sich nach offenen Stellen umsehen und frühzeitig kündigen. Ein professionelles Onboarding aus dem Homeoffice steigert die Motivation und die Produktivität.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden Millionen Arbeitnehmer in das Homeoffice geschickt. Auch unter diesen Bedingungen sollten neue Beschäftigte unbedingt eingearbeitet werden. Es ist daher erforderlich, mit technischen Mitteln das Onboarding in das Homeoffice Konzept zu übertragen. Grundvoraussetzung ist, dass der Onboardee im Homeoffice einen Laptop mit den wesentlichen Programmen und Tools zur Verfügung hat und auf Firmenlaufwerke zugreifen kann.

Ein Team-Chat sollte für fachliche Themen, aber auch für den informellen Austausch genutzt werden. Diese Art der Kommunikation ersetzt die Gespräche in der Kantine oder auf dem Flur. Der Neuling hat dann die Gelegenheit, sich vorzustellen und die neuen Kollegen kennenzulernen. Per Videoschalte sollte sich der unmittelbare Vorgesetzte in den ersten Tagen mit dem Onboardee austauschen. Dieser wird dadurch ermutigt, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen. Mit technischen Mitteln ist es also möglich, neue Mitarbeiter auch im Homeoffice professionell einzuarbeiten und zu integrieren.

Über den Autor

Bei uns im Blog veröffentlichen wir regelmäßig Gastbeiträge zu den Themen Banking, Payment, Fintech, E-Commerce und Digitalisierung. Wenn Sie an einer Veröffentlichung interessiert sind, finden Sie weitere Informationen unter dem Reiter "Kontakt".

Nachricht hinterlassen