Die Digitalisierung schreitet mit hohem Tempo voran und erfasst nahezu alle Bereiche des Alltags. Dabei fällt es insbesondere älteren Menschen schwer, mit der steigenden Innovationsgeschwindigkeit Schritt zu halten. Laut einer repräsentativen Befragung der Bertelsmann-Stiftung zeigt sich die Mehrheit der 60-Jährigen und älter im Umgang mit dem Internet und der digitalen Welt unsicher.[1] Dabei bieten digitale Services und Anwendungen gerade den älteren Generationen große Chancen. So testet die Ferdinand-Porsche-Fern-FH zum Beispiel neuartige Sozial-Roboter.

Raupen-Roboter zur Videokommunikation

Menschen werden immer älter, bisherige, traditionelle Familienstrukturen verändern sich und zunehmend seltener wohnen mehrere Generationen unter einem Dach. Die Folge: Mehr und mehr Senioren leben allein. In Berlin ist es beispielsweise inzwischen jede zweite Seniorin.[2]  Um der Vereinsamung älterer Menschen entgegenzuwirken, entwickelt die Ferdinand-Porsche-Fern-FH gerade einen Roboter zur mobilen Videokommunikation. Dank Raupenfahrwerk kann er mühelos Türschwellen und kleinere Gegenstände überwinden. Demnächst soll er auch Treppensteigen können.

Sozial-Roboter: digitale Unterstützung im Alter 6

Eine hochauflösende Kamera und ein, auf Augenhöhe ausfahrbares, 12 Zoll Display ermöglichen die einfache Kommunikation von Senioren mit Angehörigen bzw. externen Betreuern. Die Benutzerschnittstelle ist sehr simpel gehalten und besteht aus lediglich zwei Tasten – einer zum Annehmen von Anrufen und einer zum Auflegen. Auch Smart Home Geräte lassen sich mühelos per Schnittstelle über den Roboter steuern. Im Notfall ist es zudem möglich, dass ein Pfleger per Anruf den Roboter bedient, ihn durch die Wohnung manövrieren und nach dem Angerufenen suchen kann.

Technisch ist der Roboter bereits weitestgehend ausgereift. Aktuell arbeitet die 2006 gegründete Fern-Fachhochschule daran, ihn an konkrete Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen. Dies geschieht im Rahmen eines Forschungsprojekts gemeinsam mit dem Studiengang „Aging Services Management“. In wenigen Jahren soll der Roboter marktreif sein, gerechnet werden mit Kosten von 6.000 Euro pro Gerät. Angedacht ist neben dem Verkauf auch die Vermietung an Pflegedienste.

[1] https://idw-online.de/de/news?print=1&id=719700
[2] https://www.seniorenlebenshilfe.de/seniorenthemen/immer-mehr-senioren-leben-allein/

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Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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