Wie werden Städte im Jahre 2050 aussehen? Fest steht, es wird enger: Derzeit leben rund 7,2 Milliarden Menschen auf der Erde, 2050 werden es etwa 9,6 Milliarden sein. Laut einer UN-Prognose werden dann zwei von drei Menschen in einer Stadt wohnen und schon im Jahr 2030 soll es weltweit über 41 Megastädte geben. Das sind Städte, in denen mindestens zehn Millionen Menschen leben. Aktuell ist Tokio die Größte mit 38 Millionen Einwohnern, gefolgt von Delhi mit fast 26 Millionen. Gerade in Asien wachsen die Städte so rasant, dass sich dort durch fehlende Infrastrukturen unzählige Slums bilden. Um diesen Menschenmassen zukünftig einen gewissen Lebensstandard zu garantieren, hat etwa die indische Regierung die „Smart City Mission“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, rund 100 Städte mit innovativen digitalen Vernetzungs- und Kommunikationsmöglichkeiten so zu steuern, dass sie mobiler, nachhaltiger, lebenswerter, sicherer, intelligenter werden – smart cities.

Die Zukunft ist vertikal

Auch die Google-Tochter Sidewalk Labs arbeitet konkret an solch einem innovativen Projekt und will in Toronto einen neuen Stadtbezirk namens Quayside schaffen (https://sidewalktoronto.ca/). In Deutschland beteiligt sich Panasonic an „Future Living Berlin“, dem ersten smarten Wohnprojekt in Deutschland (https://future-living-berlin.com/). Dort wird das Tech-Unternehmen unter anderem 69 geplante Smart-Home-Apartments mit neuester Technik ausstatten. Pilotprojekte wie diese ermöglichen einen Blick in die Zukunft und lassen einen eindeutigen Trend erkennen: das vertikale Stadtbild – noch höher, noch tiefer. Es werden Hochhäuser entstehen, die sich durch eigene Solaranlagen selbst mit Strom versorgen können. Drohnen werden Pakete in Windeseile und in alle Stockwerke zuliefern können und das landschaftliche Konzept „vertical farming“ nutzt den senkrechten Raum eines Hochhauses. Ein ganzheitliches Smart-City-Konzept erfasst mit Internet-of-Things-Technologien sämtliche Daten, die zu einer städtischen Infrastruktur gehören: von der Wasser- und Müllversorgung bis hin zu Einkaufzentren und Krankenhäusern.

Autonome Autos und fliegende Taxis

Das signifikant erhöhte Verkehrsaufkommen einer Großstadt ist eine der größten Herausforderungen der Urbanisierung. Die Digitalisierung soll es jedoch ermöglichen, die städtische Infrastruktur über intelligente Sensoren zu vernetzen und effizient zu koordinieren. So sollen Autos direkt zu frei verfügbaren Parkplätzen gelotst und Verkehrsflüsse je nach Aufkommen umgeleitet werden. Autonome Fahrzeuge und Car-Sharing-Modelle sind aber nur die ersten Schritte, den städtischen Nahverkehr intelligent zu steuern. Auch hier gestaltet sich der Trend vertikal – fliegende Taxis. In Singapur und Dubai werden diese schon seit 2017 getestet und Porsche will bald Skizzen zur Umsetzung von fliegenden Passagierdrohnen vorstellen. Im Übrigen könnten langfristig auch Geldbörsen, Karten oder Smartphones zur Bezahlung überflüssig werden. Der Mensch selbst könnte zum smarten Medium werden und durch implantierte Mikrochips nicht nur Türen öffnen, sondern eben auch das fliegende Taxi bezahlen.

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Über den Autor

Marco ist Prokurist sowie Leiter Unternehmenskommunikation und Vertrieb bei der Star Finanz. Er interessiert sich für alle Themen und Lösungen rund um Online- und Mobile-Banking – sowohl auf Privat- als auch Firmenkundenseite. Marco ist seit über 15 Jahren beim Hamburger Softwareunternehmen tätig und teilt seinen reichen Erfahrungsschatz gern mit anderen. Außerhalb des Büros feiert und leidet er leidenschaftlich mit dem HSV.

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