Während in Deutschland die Versteigerungen für 5G-Mobilfunkfrequenzen derzeit noch auf Hochtouren laufen[1], ist man andernorts bereits mehrere Schritte weiter. In den USA und Südkorea haben Mobilfunkbetreiber vor kurzem ihre Netze zur Nutzung per Smartphones in Betrieb genommen, wobei in den Vereinigten Staaten 5G zunächst nur in Teilen Chicagos und Minneapolis verfügbar war und in Südkorea zum Start nur ausgesuchte Nutzer dabei sein konnten.

Schneller Datentransport und kürzere Ladezeiten

Mit dem neuen ultraschnellen Netz werden Daten rund Hundert Mal schneller transportiert als beim derzeitigen Standard LTE (4G). Angestrebt wird eine Übertragungsbandbreite von theoretisch 10 Gigabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Das derzeitige 4G-Netz ermöglicht im Regelbetrieb theoretische 300 Megabit pro Sekunde.

5G: Mobilfunkstandard der Zukunft 6

Highspeed auf der Datenautobahn: Mit dem neuen 5G-Netz sollen Ladezeiten deutlich kürzer ausfallen

Auch werden die Ladezeiten der Daten deutlich kürzer ausfallen. 5G soll die Laufzeit der Signale im Netz gegenüber LTE bis zum Faktor 40 verkürzen. Die Signalverzögerung beträgt dann idealerweise nur noch eine Millisekunde oder weniger. Daraus ergeben sich Reaktionszeiten, die vom Menschen nicht mehr wahrnehmbar sind. Experten erwarten vor diesem Hintergrund bspw. die Möglichkeit einer Echtzeit-Kontrolle und -Steuerung vernetzter Maschinen und Fahrzeuge und somit massive Vorteile für das sogenannte Internet der Dinge.

Staat rechnet mit hohem Milliardenbetrag

In Deutschland bieten aktuell die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica sowie 1&1 Drillisch um insgesamt 41 Frequenzblöcke. Die Gebote erreichen derzeit bereits über fünf Milliarden Euro[2]. Für den Staat ist die Versteigerung somit bereits jetzt ein Erfolg. Das eingenommene Geld soll komplett in die Digitalisierung fließen. Für die Bieter gelten strenge Ausbauauflagen. So sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken bis zum Ende des Jahres 2022 mit schnellem Internet ausgestattet werden. Angesichts der eher schleppend verlaufenden Digitalisierung hierzulande ist jedoch durchaus Skepsis angebracht, inwiefern die Vorgaben tatsächlich bis zum Stichtag umgesetzt werden.

[1] Stand: 15. April 2019
[2] Ebd.

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Über den Autor

Thomas ist in der Unternehmenskommunikation der Star Finanz für Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen in den Bereichen Banking, Payment und E-Commerce ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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