Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft hat inzwischen auch das Handwerk erfasst. Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) verfügen inzwischen 95 Prozent der Handwerksbetriebe hierzulande über eine eigene Präsenz im Internet.[1] Rund neun von zehn Befragten sind zudem in verschiedenen Online-Verzeichnissen wie den Gelben Seiten oder Google Maps gelistet. Etwa ein Viertel der Betriebe ist darüber hinaus in sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Instagram vertreten. Ungeachtet dieser Aktivitäten, empfindet mit 56 Prozent mehr als die Hälfte der Teilnehmer die Digitalisierung nach wie vor als große Herausforderung für das eigene Unternehmen. Fast ein Viertel sieht sogar die Existenz des eigenen Betriebes gefährdet.

Höhere Effizienz und Flexibilität

Ungeachtet der zum Teil herrschenden Unsicherheiten bietet die Digitalisierung aus Sicht der befragten Handwerksbetriebe eine Vielzahl von Vorteilen. Insbesondere in Bezug auf eine optimierte Lagerung und Logistik, flexible Arbeitsorganisation, Zeitersparnis, gleichbleibende Qualität und körperliche Entlastung ergeben sich aus Sicht der Befragten Verbesserungen. 

In einer Reihe von Betrieben kommen bereits heute moderne digitale Technologien zum Einsatz. Dazu zählen Tracking-Systeme, um bspw. Lagerbestände von Werkstoffen zu ermitteln und Lieferwege am Computer besser nachvollziehen zu können, 3D-Drucker und -Scanner oder auch Drohnen. Insgesamt ein Vierteil der Umfrageteilnehmer setzt auf derartige technologische Unterstützung. Generell zeigen sich vier von fünf Befragten aufgeschlossen für die Digitalisierung. Zudem erwarten sie, dass sich das Handwerk in Zukunft noch digitaler aufstellt. Zwei Drittel der Befragten geht davon aus, dass perspektivisch Roboter harte, gefährliche oder eintönige Arbeiten erledigen. Rund die Hälfte sieht 3D-Drucker als festen Bestandteil. Zudem erwarten fast 50 Prozent, dass Drohnen künftig Produkte direkt zum Kunden liefern.

Bis es jedoch soweit ist, bedarf es großer Anstrengungen. Dies verdeutlich nicht zuletzt die Selbsteinschätzung der Umfrageteilnehmer. Demnach sehen sich 71 Prozent beim Thema Digitalisierung eher als Nachzügler denn als Vorreiter. Insbesondere Sorgen beim Thema IT-Sicherheit und Datenschutz, mangelnde Digitalkompetenz der Mitarbeiter oder auch hohe Investitionskosten gelten derzeit zumindest noch als Hemmnisse einer zügigen Digitalisierung.

Quellen:
[1] https://bit.ly/2sxttHF

 

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Über den Autor

Thomas ist in der Unternehmenskommunikation der Star Finanz für Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen in den Bereichen Banking, Payment und E-Commerce ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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