Über IOTA, eine Kryptowährung, die für den Einsatz im Internet der Dinge (IoT) spezialisiert ist, sind bereits eine Reihe von Artikeln auf unserem Blog erschienen. Der wesentliche Unterschied zu anderen Blockchain-Technologien wie Bitcoin, Etherum, Ripple und Co. liegt im sogenannten „Tangle“ (englisch: Gewirr). In diesem gibt es keine Miner und Blocks, sondern lediglich Transaktionen. Diese lassen sich endlos weiterführen, beliebig skalieren und dadurch für Systeme mit vielen Transaktionen verwenden. Ideale Voraussetzungen also, um transaktionsintensive Prozesse zwischen Maschinen, vor allem in der Industrie, zu unterstützen. Neue Beispiele zeigen jetzt, wie die Technologie an Bedeutung gewinnt und in namenhaften Unternehmen und Organisationen weltweit zum Einsatz kommt.

Bei der Software AG in Darmstadt, immerhin Weltmarktführer für Software-Lösungen für Unternehmen, teilt man die Vision der IOTA-Gründer: Im Internet der Dinge soll das Projekt zum wichtigsten Zahlungsmittel aufsteigen. Auf der Suche nach Use Cases für die Technologie betonte Christoph Strnadl, Vizepräsident für Innovation und Architektur der Software AG, dass das IOTA-Protokoll prädestiniert sei, um sich als Standard für das industrielle Internet of Things (IoT) durchzusetzen. Transaktionsintensive Vorgänge wie Sensoren in einer Fabrik sowie die Supply Chain könnten hier geeignete Anwendungsfälle darstellen, da Altsysteme die schiere Anzahl weltweit nicht bewältigen können.

Ähnlich positiv wird die Lage in Indien eingeschätzt. Die führende Forscherin Titlie Chatterjee der NASSCOM, einem 1988 in Indien gegründeten Verband, dem 1.200 indische und internationale IT-Unternehmen angehören, hat in einer Analyse Technologien untersucht, die von Unternehmen eingesetzt werden können, um Produktionsabfälle zu reduzieren. Dabei kommt sie zum Schluss, dass IOTA alle Anforderungen erfüllt. IOTA und die Tangle-Technologie könnten als Grundlage für ein effizientes Bestandsmanagement dienen, heißt es.

Smart-Village-Projekte mit IOTA

Wie sich IOTA für städtebauliche Innovationen eignet, zeigt ein weiteres Beispiel aus Skandinavien. Das finnische Start-up Heliostorage setzt für die Implementierung einer Erdwärmespeicherlösung auf das IOTA Tangle. Die Idee von Heliostorage besteht darin, das Erdreich im Sommer zu erwärmen und die Wärme für die Gebäudeheizung im Winter mit nur einer Wasserumwälzpumpe zurückzugewinnen. Dabei spielt der von Heliostorage entwickelte Regler eine Schlüsselrolle: Wie das Start-up beschreibt, ist es ihnen gelungen, teure Hardware durch Software zu ersetzen. Die Reglereinheit führt verschiedenste Messungen vor Ort durch und sendet diese an die Cloud, in der sich die Speicher- und Rückgewinnungsalgorithmen befinden. Die Berechnungen werden in der Cloud durchgeführt, die Ergebnisse werden dann an den Controller zurückgeschickt, der die notwendigen Anpassungen im System vornimmt. Da die Lösung auch an anderen Standorten repliziert werden kann, steckt in der Technologie enormes Potential. Insbesondere vor dem Hintergrund eines immer stärker werdenden Bedürfnis, weltweit nachhaltige Wohnkonzepte zu etablieren.


Quellen:

https://www.crypto-news-flash.com/de/finnisches-start-up-setzt-auf-iota-fuer-smart-village-projekt/

https://www.crypto-news-flash.com/de/iota-indischer-it-verband-sieht-grosses-potenzial-fuer-die-industrie/

https://www.crypto-news-flash.com/de/software-ag-iota-ist-als-standard-fuer-das-iot-praedestiniert/

Weitere Informationen und Artikel zum Thema IOTA und Kryptowährungen im Allgemeinen gibt es hier

Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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