Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran. Auch die Logistikbranche ist hiervon maßgeblich betroffen. Egal ob es sich um den Einsatz von Datenbrillen, Drohnen, autonomen Fahrzeugen, 3D-Drucker oder Künstliche Intelligenz handelt, die möglichen Anwendungsfälle sind vielfältig. Allerdings arbeiten viele Unternehmen hierzulande aktuell noch wenig digital – und gefährden damit nicht zuletzt ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit.

Geringer Digitalisierungsgrad

Laut einer aktuellen Umfrage der Bundesvereinigung Logistik (BVL) arbeiten rund vier von fünf befragten Unternehmen derzeit kaum oder nur zum Teil digital.[1] 75 Prozent der Teilnehmer geben an, dass Papier und Telefon nach wie vor eine wichtige Rolle im Arbeitsalltag spielen. Für ein Drittel ist der Mangel an qualifiziertem Personal ein wesentlicher Grund für die schleppende Digitalisierung. Durch den, in vielen Fällen geringen, Digitalisierungsgrad bleiben damit verbundene wirtschaftliche Potenziale derzeit oftmals ungenutzt. Dabei ist bereits heute ein großer Teil der Logistik IT-getrieben und somit digital. Dies dürfte sich mittel- bis langfristig noch verstärken, insbesondere bei Themen wie unter anderem der intelligenten Sensorik, dem Datenzugriff über mobile Geräte oder der Nutzung von Prognose-Tools.

Zeitersparnis und ein Plus an Wirtschaftlichkeit

Auch bei der Planung sowie Präsentation logistischer Modelle und Prozesse kann die Digitalisierung helfen, Zeit zu sparen und somit für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen. Ein Beispiel hierfür ist die Telematik, eines der Schlüsselsysteme der Logistik. Hier werden digitale Prozesse zunehmend u.a. für die Routenplanung, das Flottenmanagement, die Temperaturüberwachung oder auch die Ortung erfolgreich eingesetzt. Darüber hinaus können digitale Technologien Unternehmen unterstützen, Transportwege zu beschleunigen oder Fehler in der Transportkette zu vermeiden.

Derzeit befinden sich bei Unternehmen insbesondere Standardlösungen im Einsatz, etwa zur Erstellung elektronischer Rechnungen oder Warenhaus Management Systeme. Weitaus weniger verbreitet sind hingegen Big-Data-Anwendungen, Blockchain-Technologien oder selbstlernende Software. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland wird es jedoch entscheidend sein, dass sich Unternehmen noch stärker als bisher für die Digitalisierung öffnen und ihre Anstrengungen in diesem Bereich intensivieren. Andernfalls drohen sie den Anschluss an die internationale Konkurrenz und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

[1] https://www.bvl.de/digi-umfrage

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Über den Autor

Thomas ist in der Unternehmenskommunikation der Star Finanz für Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen in den Bereichen Banking, Payment und E-Commerce ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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