Anfang Januar diesen Jahres wurde in Hamburg der neue Coworking Space und Fintech-Hub finhaven eröffnet.  Auf rund 1.000 Quadratmetern stehen Interessierten auf zwei Etagen hier zunächst bis zu 100 Arbeitsplätze zur Verfügung. Im Interview geben die beiden Geschäftsführer Robert Beddies und Mathias Zinke einen Einblick in das Konzept, langfristige Ziele und wagen einen Blick zehn Jahre voraus.

Hamburger Coworking Space finhaven – Interview mit den Geschäftsführern 4

Robert Beddies, Gründer und Geschäftsführer finhaven

Wie ist die Idee zum finhaven entstanden?

Robert Beddies, Gründer und Geschäftsführer: Das betahaus, das den finhaven betreibt, hatte schon seit vielen Jahren Fintechs in seiner Community. So ist beispielsweise figo hier gegründet worden oder gemeinsam mit den den Gründern des finletter auch die Fintech Week entstanden, die inzwischen Deutschlands größte Fintech-Veranstaltung ist. Darüber hinaus war es die Strategie des betahauses, an neue Standorte eher „vertikal“ zu denken und mit einem Themenfokus zu versehen. Als sich die Gelegenheit ergab, die jetzigen finhaven-Flächen anzumieten, fiel die Entscheidung für den Themenschwerpunkt daher sehr schnell, nicht zuletzt auch weil wir mit Clas Beese einen Mitgründer an Bord hatten, der bestens in der Hamburger Fintech-Szene vernetzt ist.

Hamburger Coworking Space finhaven – Interview mit den Geschäftsführern 5

Mathias Zinke, Geschäftsführer finhaven

Wie sieht das Konzept genau aus?

Mathias Zinke, Geschäftsführer: Der finhaven ist ein „klassischer“ Coworking Space nach Vorbild des betahaus. Das bedeutet, dass wir vom günstigen, geteilten Arbeitsplatz bis hin zu abgeschlossenen Teambüros ein breites Angebot an voll eingerichteten Arbeitsplätzen bieten. Darüber hinaus vermieten wir weitere Flächen von kleineren Konferenz- und Workshop-Räumen bis hin zu großen Eventflächen. In den öffentlich zugänglichen Räumen finden außerdem regelmäßig Veranstaltungen statt, der Schwerpunkt liegt dabei auf Fintech relevanten Themen.

Welche Leistungen bietet Ihr Interessenten zu welchem Preis?

Mathias Zinke: Unser Coworking gibt es schon ab 99 Euro pro Monat, Arbeitsplätze in abgeschlossenen Büros ab 300 Euro pro Schreibtisch und Eventflächen zu individuellen Preisen. Wer eine Vorstellung davon hat, was er oder sie braucht, schreibt uns am Besten eine Mail an enter@finhaven.de.

Könnt ihr etwas zu den Räumlichkeiten bzw. dem zugrunde liegenden Raumkonzept sagen, dass Ihr im finhaven umsetzt?

Robert Beddies: Wir haben die gesamte Innenraumgestaltung von der Planung bis zur Umsetzung im eigenen Team realisiert. Dadurch hat der Space eine eigene Designsprache. Die Räume wurden so konzipiert, dass neben den abgeschlossenen Büros viele Gemeinschaftsflächen und Sitznischen vorhanden sind.

Hamburger Coworking Space finhaven – Interview mit den Geschäftsführern 6

©Janine Meyer Photographie

Was ist aus Eurer Sicht der USP des finhaven?

Beddies: Die Kombination aus einem lokal verankerten Coworking-Anbieter und einem Themenschwerpunkt ist in dieser Form einmalig!

Warum habt Ihr Euch für Hamburg als Standort entschieden bzw. was spricht für die Hansestadt?

Robert Beddies: Da wir sehr stark daran glauben, dass Coworking Spaces lokal verankert sein müssen, kam für uns als Hamburger Organisation kein anderer Standort in Frage.

Hamburger Coworking Space finhaven – Interview mit den Geschäftsführern 7

©Janine Meyer Photographie

Welche (langfristigen) Ziele verfolgt ihr mit dem finhaven?

Robert Beddies: Der finhaven soll natürlich die Anlaufstelle in Hamburg werden für alle, die etwas mit dem Thema Fintech zu tun haben, sei es Events oder Firmen auf der Suche nach einem guten Austauschs- und Arbeitsort. Dafür arbeiten wir an einer engeren Vernetzung mit und zwischen etablierten Finanzinstitutionen und Fintechs. Nicht zuletzt werden betahaus und finhaven so eng es geht aneinander rücken, zum Beispiel sind jetzt beide Spaces auf einer Website zu finden. Insgesamt wollen wir das Coworking-Angebot in Hamburg für die betahaus/ finhaven-Community erweitern.

Könnt Ihr Euch perspektivisch vorstellen, mit Eurem Angebot auch in andere Städte zu expandieren?

Robert Beddies: Grundsätzlich zusammen mit dem betahaus Berlin, ja.

Hamburger Coworking Space finhaven – Interview mit den Geschäftsführern 8

©Janine Meyer Photographie

Gibt es bereits konkrete Events, die in diesem Jahr im finhaven stattfinden werden?

Mathias Zinke: Wir hatten schon eine Menge Events da in den letzten Monaten von Meetups der Fintech-Meetup-Community und den Fintech Ladies über Hamburg Startups bis zur Gründerszene Spätschicht. Ein Highlight wird natürlich die Fintech Week: eine ganze Woche voller Fintech-Events, deren Hub wir sind.

Denken wir zehn Jahre weiter: Was müsste bis dahin passiert sein, damit Ihr sagt, die Eröffnung des finhaven war rückblickend betrachtet ein Erfolg?
Mathias Zinke: In zehn Jahren waren und sind wir hoffentlich stets ausgebucht und voller zufriedener Mieter!
Vielen Dank für das Gespräch!

Hier geht es zurück zu allen Veröffentlichungen

Share.

Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

Nachricht hinterlassen