Auf unserer Payment Reise machen wir im fünften und letzten Teil der Serie in Österreich Station und schauen uns den dortigen Markt etwas genauer an. Auch hier ist Bargeld noch immer die beliebteste Form der Bezahlung – insbesondere im Lebensmittel- und Gastronomiebereich. Allerdings gewinnen auch elektronische Zahlverfahren zunehmend an Bedeutung.

Zahlungen mit Bargeld am beliebtesten

Laut einer Umfrage der Direktbank ING sind Österreicher mit einer Quote von 48 Prozent in Sachen Barzahlung im Geschäft Spitzenreiter in Europa.[1] Mit 28 Prozent bezahlt knapp ein Drittel ihre Einkäufe mit der Debitkarte, gefolgt von der Kreditkarte mit rund 15 Prozent.[2] Andere Zahlungsservices wie Kundenkarte oder Banken-App machen lediglich neun Prozent der Transaktionen in Österreich aus. Verglichen mit anderen Ländern Europas wächst die Anzahl bargeldloser Zahlungen nur langsam – zuletzt jährlich um gerade einmal 1,4 Prozent. In Deutschland lag der Zuwachs bei 3,4 Prozent, in China um 35 Prozent.[3] Im Schnitt hat jeder Österreicher im vergangenen Jahr 203 Mal bargeldlos gezahlt. Zum Vergleich: In Norwegen griffen die Menschen über 500 Mal zur elektronischen Zahlung, die Bürger von Hongkong 1.800 Mal.[4]

Österreich

Junge Generation offen für digitale Payment Lösungen

Dennoch zeigen sich insbesondere die jungen Menschen in Österreich offen für digitale Payment Lösungen. Laut „Mobile Payment Report 2019“ des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) haben 48 Prozent der unter 30-jährigen Österreicher Mobile Payment bereits genutzt oder tun dies häufig oder regelmäßig.[5] Experten gehen davon aus, dass Mobiles Bezahlen bei der Nutzung künftig stark wachsen wird. Treiber dieser Entwicklung sind insbesondere Technologieunternehmen. Zuletzt startete bspw. Apple mit seinem Bezahlangebot Apple Pay in der Alpenrepublik. Zwar geben 77 Prozent der Teilnehmer der PwC-Befragung an, ihre personenbezogenen Daten am liebsten einer Bank oder Sparkasse anzuvertrauen. Mit 54 Prozent hat über die Hälfte der Befragten jedoch auch kein Problem damit, wenn die Daten bei PayPal liegen. Amazon folgt mit immerhin 44 Prozent auf dem dritten Platz. Nicht zuletzt angesichts der Datenskandale in der jüngeren Vergangenheit belegt Facebook in dieser Kategorie mit lediglich 16 Prozent den letzten Platz.[6]

Quellen:
[1] https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5480964/Oesterreicher-koennen-sich-nicht-von-Bargeld-trennen-am-wenigsten
[2] https://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/5520893/Oesterreicher-verzichten-nur-schleppend-auf-Bargeld
[3] Ebd.
[4] Ebd.
[5] https://www.pwc.de/de/digitale-transformation/pwc-studie-mobile-payment-2019.pdf
[6] Ebd.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Thema Payment in Europa. Die weiteren Teile findest du hier (aktualisiert nach Stand der Veröffentlichungen):
• Payment in Europa (Überblickstext)
• Teil 1: Spanien
• Teil 2: Griechenland
• Teil 3: Italien
• Teil 4: Frankreich

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Über den Autor

Thomas ist Teamleiter Unternehmenskommunikation bei der Star Finanz und hier für Pressearbeit und Social Media verantwortlich. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Themen und Trends in den Bereichen Banking, Payment und Digitalisierung ist, tobt er sich u.a. auf dem Basketballplatz aus.

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